Und hier wieder ein Antwortkatalog für Lutz:
Punkt 1:
Wie Du schon treffend festgestellt hast, ist es ein regionales Problem. Open Airs sind durch Gesetze in Ballungsgebieten nicht erlaubt oder derart teuer, das dieser Markt dem normalen DJ verschlossen ist. Volksfeste und Schützenfeste sind ebenfalls hier Events in anderen Grössenordnungen als bei Euch auf dem Land. Somit sind auch solche Veranstaltungen nur Größen vorenthalten, die mit ihrem Namen als solches schon Zugpferd sind. Was soll da also ein „DJ Andy“?
Eine Möglichkeit, an solche Veranstaltungen zu kommen, sind entweder gute Beziehungen oder die Verbindung mehrerer DJ´s mit dem Erfolg, ein Ziel zu erreichen und gemeinsam mit dem nötigen Know-How und der nötigen Rückenstärkung an solche Marketingaufgaben zu gehen.
Wofür steht eigentlich der BVD e.V. ?
Geburtstage werden gerade hier in Ballungsgebieten entweder in irgendeiner Partylocation oder zu Hause im heimischen Garten gefeiert. Eine Location hat meist schon entsprechende DJ´s, im Garten darf kein DJ spielen! Ist halt hier alles enger als auf dem Land !!!
Wer heiratet im Frühjahr oder in den Ferien? Im Frühjahr schon recht viele, in den Ferienzeiten meist niemand! Hier in NRW haben wir noch richtige Reisende zu den Ferienzeiten. Vielleicht ist es bei Euch ja nicht so !!!
Die restlichen Hochzeiten und Geburtstage, die einen DJ buchen, treffen auf einen Markt mit tausenden DJ´s, davon ein Grossteil ohne die nötigen Kenntnisse und Anmeldungen. Natürlich sind genau diese DJ´s megagünstig und machen uns hier in den Ballungsgebieten das Geschäft kaputt. Mittlerweile ist man schon verpönt, wenn „mobile Disco“ auf der Visitenkarte steht: „ACH,SO EINER!!!“
Solche Probleme zu regulieren sollte auch die Aufgabe des BVD e.V. sein !!!
Punkt 2:
Lieber Lutz, ich habe mir ebenfalls Montags immer frei stoßen müssen, um den Regionaltreff durchzuführen, denn ich hingegen zu vielleicht Dir, stehe am Wochenende hinterm Pult und arbeite in der Woche für meine Kunden in der Agentur von morgens bis abends. Ich habe durch meine Tätigkeit als professioneller Anbieter von Veranstaltungen eine 7-Tage-Woche mit täglich etwa 10-12 Stunden Arbeitszeit. Solltest Du also in der Woche generell ein riesiges Zeitpolster haben und keine Zeit für Vorbereitung und Nacharbeit von Veranstaltungen benötigen, hast Du wohl ein riesiges Team an Mitarbeitern. Dafür beneide ich Dich

!
Spaß beiseite:
Viele DJ´s haben neben dem Job hinterm Pult auch noch eine feste Arbeitsstelle oder ist, wie unser Kollege Oli mit einer respektablen Handwerksfirma selbstständig tätig. Dennoch setzt er sich für andere DJ´s ein und bringt den Nachwuchs hinters Pult.
Natürlich sollte jeder DJ für die Musik geboren sein, aber ich glaube, das wird in den vorhergegangenen Posts zu wörtlich genommen. Sind wir alle schon als „Sven Väth“ auf die Welt gekommen?
So, und daraus ergibt sich ein weiterer Punkt, den ich in Deinem Post, lieber Lutz, als Vorstand des BVD e.V. sehr bedenklich finde. Oli hat, wie jeder andere DJ Probleme und Schwierigkeiten in der Planung und Umsetzung von Veranstaltungen und in der Eigenwerbung und ist aus diesen Gründen BVD-Mitglied geworden, um in einer Gemeinschaft Lösungen und Wege zu finden, ein Ziel zu erreichen. Jedes Mitglied hat ein Ziel, wenn er die Beitrittserklärung unterschreibt, und das ist nicht immer nur eine Bemusterung und eine Zeitung, die DJ´s beweihräuchert, die schon längst an der Spitze Ihrer Karriere stehen. Natürlich ist das unabdingbar und die Qualität der Zeitung des BVD finde ich absolut top, aber wenn Oli Fehler macht, macht auch der Verband Fehler, weil er für seine Kernaufgabe nicht einsteht und Repräsentanten, die genau diese Lücke schliessen wollen, ins Gesicht schlägt.
Punkt 3:
Wenn Du Dich auf Zahlen und Angaben von Internetseiten stützt, ohne die Location LIVE erlebt zu haben, ist das Deine Meinung und wir feiern halt mit nur 200 DJ´s ! Ich selbst kenne das Potential der Location, das ist für mich persönlich wichtiger als irgendwelche Berechnungen des Potentials für Hochzeiten oder Geburtstage.
Des weiteren ist es sehr traurig, das hier wieder in Superlativen gerechnet wird.
Warum soll ich als ersten Veranstaltungsort eine Grossdiskothek oder eine Messehalle mieten und dann der Gefahr laufen, diese nur halb voll zu bekommen?
Warum soll ich dann nicht 50000 Flyer drucken, eine Internetseite darüber in Auftrag geben und und und? Ist passive Werbung verkehrt?
War das DJ-Meeting vom ersten Tag an so gut besucht?
War die Loveparade schon immer eine Veranstaltung mit Millionen?
Warum darf man nicht die Möglichkeit bekommen, mit und für eine Veranstaltung zu wachsen?
Warum wird man beim Ziel der Förderung von Discjockeys ausgerechnet vom eigenen Verband, für den diese Veranstaltung ursprünglich geplant wurde, verhöhnt?
Ich ziehe Resüme und Bilanz:
Der Verband steht nicht mehr in vollem Maße für seine Hauptaufgabe, der Förderung von DJ´s, die gebeutelt sind von Problemen der Branche, ein. Es werden überwiegend nur noch mit Namen herumgeworfen, die nicht mehr gefördert werden müssen und die dem einzelnen Mitglied nun auch nicht viel geben.
Daher werde ich nun meine Ämter im BVD e.V. niederlegen. Des weiteren werde ich als Mitglied des BVD e.V. kündigen. Meine Kündigung, Unterlagen, T-Shirt und Mitgliedsausweis werde ich kommende Woche an den BVD senden.
Weiterhin werde ich mich hier nicht weiter zu Posts äussern und auch keine Stellung mehr dazu nehmen. Ich werde mich nämlich nicht weiter an dieser Dreckschleuderei beteiligen, da ich den BVD als solches für eine tolle Einrichtung halte, aber einiges derzeit in eine völlig verkehrte Richtung läuft !
Gruß,
Andreas