#AlarmstufeRot – SchiffDemo 07.10.2020

#AlarmstufeRot – Die SchiffDemo 07.10.2020

Ein Monat ist vergangen, seit die Initiative der Veranstaltungswirtschaft #AlarmstufeRot zur Großdemonstration in Berlin aufrief und zusammen mit tausenden von Menschen die Politik dazu aufrief, konkrete Rettungsmaßnahmen für die Kultur- und Veranstaltungsbranche auf den Weg zu bringen. Dieser Aufruf ist nicht zuletzt deswegen positiv aufgenommen wurden, weil die Veranstalter bewiesen haben, dass die gesamte Branche verantwortungsvoll und professionell demonstrieren kann. Doch konkrete Taten folgten bis heute nicht.

Aus diesem Grunde hatte Dirk Wöhler (Präsident des Berufsverband Discjockey e.V. und Mitglied im Verhandlungsausschuss mit der Bundesregierung) die Idee zu einer außergewöhnlichen Guerilla-Aktion, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen: unter Anmeldung einer neuerlichen Demonstration wurde am Mittwoch, 07.10.2020 ein Ausflugsboot gechartert, um lautstark die Bundesregierung an ihre Pflichterfüllung zu erinnern. Startpunkt war ein Spreeanleger im Nikolaiviertel – von dort aus fuhr man die Spree hinauf, entlang des Reichstagsgebäudes, über das Paul-Löbe-Haus, bis hin Kanzleramt und Haus der Kulturen.

Auf der Strecke ließen die Veranstalter per Dauerschleife u.a. die Reden der Politiker, die am 09.09.2020 auf der Bühne am Brandenburger Tor ihr Versprechen abgaben, der Veranstaltungsbranche ihre Unterstützung zukommen zu lassen, über Lautsprecher laufen. Des Weiteren wurde die legendäre Rede von Herbert Grönemeyer immer und immer wieder abgespielt und mit ins Mikro gesprochene Wortbeiträgen von Marcel Fery (Vorstand TSE AG) und Dirk Wöhler die Bundestagsabgeordneten an die Notlage der Branche erinnert.

Ein längerer Zwischenstopp direkt vor der Kantine des Paul-Löbe-Hauses zur Mittagszeit dürfte so manchen Politiker schwer aufgestoßen sein und hoffentlich zum Handeln angeregt haben. Mit der Aussage am 28.10.2020 mit noch viel mehr Menschen nach Berlin zurückzukehren verabschiedete sich die Initiative #AlarmstufeRot von den speisenden Bundestagsabgeordneten, um die Guerilla-Aktion mit einem symbolträchtigen Sprung in die Spree, durchgeführt von Christian Eichenberger (Vorstand Party Rent Group AG) und Alex Ostermaier (Geschäftsführer Neumann&Müller Veranstaltungstechnik GmbH), zu beenden.