BVD e.V.- Pressemitteilung 03.06.2020

Pressemitteilung

Braunschweig, 03.06.2020.

BVD e.V. Live-Stream: Unsere Branche wurde vergessen
 – JETZT werden wir LAUT!

Wir haben keine Umsatzeinbuße, wir haben gar nichts mehr.

Dirk Wöhler, Präsident des Berufsverband Discjockey e.V., Hendrik Scholz, Finanzvorstand des BVD e.V. und Michelle Kradel, BVD e.V.-Pressesprecherin (v.l.n.r)

 Dirk Wöhler, Präsident des Berufsverband Disc-jockey e.V.,  und  Hendrik Scholz, Finanzvorstand des BVD e.V., haben mit der Moderatorin Michelle Kradel über die bisherigen
Livestreams gesprochen, was bisher erreicht werden konnte
und wie es nun nach fast 3 Monaten Lockdown aussieht.

Unterschiedlichste Personen aus Politik und Wirtschaft hatte Dirk Wöhler in den vergangen 6 Wochen zu Gast, um auf das Problem der Veranstaltungsbranche aufmerksam zu machen und nach Lösungen zu suchen.
Mit dabei waren u.a. der Niedersächsische Finanz-
minister Reinhold Hilbers, der Rechtsanwalt Joachim Rudo, den Fraktionsvorsitzende der FDP Niedersachsen Dr. Stefan Birkner und viele weitere Politiker. So kam es, dass Dirk Wöhler von dem Vizepräsidenten des Niedersächsischen Landtages, Frank Oesterhelweg, in den Landtag eingeladen wurde, um auf das Problem der Veranstaltungsbranche aufmerksam zu machen.

„Die haben ganz klar erkannt, dass wir ein Problem haben, aber da muss der Bund am Ende des Tages reagieren.“ sagte Dirk Wöhler, der auch anerkannte, dass sich die Politiker Zeit nahmen mit ihm zu sprechen. Einen guten Rat gab es für ihn als Unternehmer aber aus seiner Sicht nicht: „Wenn du als Selbstständiger gesagt bekommst […] Sie können Hartz IV beantragen. […] Obwohl man ein gesundes Unternehmen ist, [aber] nicht arbeiten kann […] da ist das für mich keine Perspektive“.

Die Gäste haben aus den Livestreams viel mitgenommen, auch wenn „keine Wunder erwartet werden können“ betonte Dirk Wöhler. Da es momentan keine Perspektive für die Branche und die Mitglieder des Berufsverband Discjockey e.V. gibt, geht es auch darum, sich überhaupt Gehör zu verschaffen. Hendrik Scholz, der Finanzvorstand des BVD e.V., hat viel Rückmeldung von Mitgliedern erhalten, es war „viel positives Feedback, aber auch Kritik, weil es vielen noch nicht weit genug ging“. Denn gerade in dieser Branche arbeiten viele nebenberuflich als DJ und für die gibt es kaum Unterstützung.

So ist es auch bei Reiner Knof, der seit 46 Jahren nebenberuflich als DJ arbeitet und Soforthilfe beantragt hat „für 3 Monate war das ok. […] Ich bin seit 1994 selbstständig, ich war noch nie auf irgendeinem Amt, um irgendetwas zu beantragen und ich bin eigentlich stolz darauf, dass ich das nie musste […] ich will dem Staat nicht zur Last fallen“. Trotzdem ist er nun auf Unterstützung angewiesen, um die Krise überstehen und hinterher wieder als DJ arbeiten zu können.

An neuen Geschäftsmodellen wie den Autokinos oder auch Autokonzerten wird deutlich, dass sich auch die Menschen wieder nach Veranstaltungen sehnen. Das sei zwar eine „gute Momentaufnahme, damit die Menschen nicht durchdrehen“ sagte Dirk Wöhler, wirtschaftlich sind diese Veranstaltungen aber nicht. Das betonte auch Ike Müller, der seit 20 Jahren als Musik-Manager und Booker arbeitet. „Wenn du Künstler aufbaust und die dann ein gewisses Gagen-Niveau erreichen durch den Erfolg [bricht das nun völlig ein].“ Er ist selbst am kommenden Wochenende mit Künstlern bei Autokonzerten vertreten, die aber unter so strengen Auflagen stattfinden, dass kaum Gewinn generiert werden kann. Ike Müller sieht in diesem Jahr keine großen Veranstaltungen mehr, da diese mehrere Monate im Voraus geplant werden müssten und es aktuell „ja noch gar keinen Fahrplan [für die Veranstaltungsbranche] gibt“. Stattdessen müssen bei Konzerten größte Abstände eingehalten werden „als in jedem Supermarkt“.

Je nach Bundesland werden neue Lockerungen für Hochzeiten in Kraft treten. In Niedersachsen dürfen maximal 20 Personen an einer Hochzeitsfeier teilnehmen, in Rheinland Pfalz hingegen 75 Personen und in Nordrhein Westfalen dürfen weiterhin gar keine Feiern stattfinden. Stefan Kietz ist DJ und musste allein für Juni und Juli 19 geplante Hochzeiten verschieben und 5 Hochzeiten wurden sogar abgesagt. Dafür hat er auf der einen Seite Verständnis „welches Brautpaar will denn unter diesen Umständen feiern? Eine Hochzeit ist so ein emotionales Fest, bei dem Berührungen einfach Pflicht sind“, aber auf der anderen Seite bedeutet auch eine Verschiebung ein „100 Prozent Ausfall“ für ihn, da er an den neuen Terminen, dann natürlich keine anderen Veranstaltungen durchführen kann. Für den Umgang mit seinen Kunden wünscht er sich von der Politik eine klare Vorgabe: „Eigentlich sind Kautionen genau dazu da so etwas abzudecken […] und rein rechtlich wäre das Feiern ja möglich, aber es müsste eine klare Anweisung her, wie man damit nun umgehen muss.“.

Viele andere DJs überbrücken die Zeit mit live Sets über Instagram, Facebook oder YouTube, aber auch diese sind nicht wirtschaftlich. Einer von ihnen ist Jannis Schreiner alias DJ Olde, der alle Termin in diesem Sommer absagen musste und nun Livestreams macht „um relevant zu bleiben und seinen Fans etwas zu geben“. Auch wenn er so viele Menschen erreicht, kann kein Geld darüber verdient werden. Aber auch für ihn ist das nicht die Lösung, stattdessen hat er das Gefühl, dass es einen falschen Eindruck vermitteln könnte. Wenn jemand „abends auf Facebook einen Livestream sieht, und da macht jemand Party und hat gute Laune, denkt man ja automatisch, dass es ihm gut geht“. Er wünscht sich von der Politik, dass „ein Arbeitskreis [mit einflussreichen Menschen aus der Branche] geschaffen werden [soll], der für diese Branche Regelung findet, die deutschlandweit gelten“.

Fast 3 Monate nach dem Lockdown ist es für Dirk Wöhler wichtig, dass „alle Einzelkämpfer zusammenhalten“. Denn „bei uns wurde der Stecker gezogen. […] Wir haben keine Umsatzeinbuße, wir haben gar nichts mehr.“ In der Branche gibt es keine Lobby und deswegen muss nun dafür gesorgt werden, dass „die Politiker sehen wie viele Millionen Menschen in dieser Branche arbeiten. […] Wenn es uns nicht geben würde, würden viele viele Menschen keinen Spaß haben im Leben, weil wir sorgen dafür, dass sichere Veranstaltungen stattfinden! Solange bei uns die Pausentaste gedrückt ist, muss man uns doch finanziell eine Perspektive geben.“ Sein Appell an die Politik: „Setzt ein Zeichen, lasst unsere Branche nicht im Dunkeln stehen“.

Was kommt als nächstes?
Wir fahren nach Berlin! 3 Monate ohne Einkommen und ohne Perspektive sind einfach genug. Die Landwirte haben es vorgemacht, wie man die Politik auf sich aufmerksam machen kann. Es muss gezeigt werden wie viele Menschen in der Kultur- und Veranstaltungsbranche arbeiten, sonst werden wir vergessen. Mit Autos, LKW und Transportern organisieren wir eine Sternfahrt von allen Standorten aus ganz Deutschland nach Berlin. Uns ist dabei wichtig: Wir werden alle Hygiene- und Abstandsregeln einhalten! Weitere Infos dazu und der Termin folgt.

Weitere Informationen gibt es online auf www.bvd-ev.de/corona

Den 7. Livestream des BVD e.V. auf YouTube anschauen: https://youtu.be/VvdRZfvpKsg

 

Die aktuelle Pressemitteilung [hier] als PDF herunterladen.

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