Pressemitteilung

Braunschweig, 25.05.2020.

Wir schaffen das – so nicht!

Die Veranstaltungsbranche wurde als erstes abgestellt und wird als letztes wieder in eine neue Normalität zurückkehren.

Die Corona-Zeit fordert besondere Maßnahmen und hat zur Folge, dass keine Geburtstagspartys, Hochzeiten, Messen, Festivals oder Konzerte stattfinden können. Sogar die Fußballeuropameisterschaft wurde verschoben und das Oktoberfest abgesagt.

Im Jahr 2020 werden keine großen Events mehr stattfinden und das stellt die gesamte Branche vor eine riesige Herausforderung. Große Veranstaltungen werden wenigstens ein halbes Jahr im Voraus geplant. Auch das findet zur Zeit nicht statt! Die Branche zeigt Verständnis für die erforderlichen Maßnahmen, braucht aber Hilfe, um bis 2021 überleben zu können. Denn zu einer Veranstaltung gehören Planung, Organisation, Locations, Künstler, DJs, Ton- und Lichttechniker, Caterer und noch viele mehr.

Die Bruttowertschöpfung der Kultur- und Kreativbranche betrug im Jahr 2018 100,5 Milliarden Euro (Anteil am BIP:3,0 Prozent) und in der Branche sind knapp 1,2 Millionen Menschen beschäftigt.* Diese Menschen brauchen jetzt eine Perspektive!

Aktuell ist es unmöglich, eine Zukunft zu planen. Für die Coronamaßnahmen hat die Branche Verständnis und ist im Standby-Modus. Aber wie soll es nach Corona weiter gehen? 10 Wochen nach dem Lockdown gibt es noch keine Perspektive für Events und alle damit verbundenen Unternehmen.

Was könnte langfristig eine Lösung sein? Die Tracking-App, ein Schnelltest, ein Immunitätsausweis oder erst ein Impfstoff? Damit die Unternehmen mit ihren Mitarbeitern bis zu einer Lösung durchhalten, brauchen sie finanzielle Unterstützung aus der Wirtschaft. Dr. Stefan Birkner, Fraktionsvorsitzender der FDP Niedersachsen, hält es für wichtig, „die Menschen zu entlasten und mehr Geld zu belassen“. Ein Modell der FDP ist die „negative Gewinnsteuer“ als Finanzhilfe. Dabei würden die Steuern, „die man auf den Gewinn gezahlt hat zuvor unkompliziert vom Finanzamt in diesem Jahr zurückgezahlt werden“.** Könnte das eine mögliche Lösung sein?

In Zeiten von Corona könnte der Eindruck entstehen, dass die Veranstaltungsbranche nicht system-relevant sei. Doch „wir verhindern, dass Menschen durchdrehen!“ betont Dirk Wöhler,
der Präsident des Berufsverband Discjockey e.V. Konzepte wie Autokonzerte und Autokinos
geben den Menschen eine Perspektive, aber für die Veranstaltungsbranche sind sie nicht wirtschaftlich. Nach Außen suggeriert das, aber die Veranstaltungsbranche sei kreativ und könne mit der Situation umgehen.

Wie es weiter gehen kann und welche Unterstützung es geben könnte, ist nicht klar. Informationen muss sich jeder Unternehmer selbst zusammensuchen, obwohl der Staat genaue Kenntnisse hat, welche Unternehmen in der Veranstaltungsbranche tätig sind.

Entscheidungen müssen schneller und gezielter getroffen werden. Daher fordert auch Florian Bernschneider, Geschäftsführer des Arbeitgeberverband Braunschweig, dass die Politik Grundsatzentscheidungen treffen sollte, aber „als Politik kann man nie Experte für zig unterschiedliche Branchen sein, die in sich noch mal extrem differenziert sind.“*** Stattdessen müssten beispielsweise die Ministerien mit den Betroffenen an einen Tisch kommen und gemeinsam nach Lösungen suchen.

Die Veranstaltungsbranche braucht finanzielle Unterstützung, Beachtung und Einbeziehung der Politik und schnelle Hilfe, um bis zum Jahr 2021 überleben zu können.

Quellen:
* Bundesministerium für Wirtschaft und Energie/ Artikel: Kultur- und Kreativwirtschaft
** BVD e.V. Livestream vom 19.05.2020 mit Dr. Stefan Birkner (Vorsitzender der FDP Fraktion Niedersachsen) und Stephan Lemke (Präsidiumsmitglied EVVC e.V. – Europäischer Verband der Veranstaltungscentren e.V. und Geschäftsführer Stadthalle Braunschweig Betriebs GmbH).
*** BVD e.V. Livestream vom 12.05.2020 mit Joachim Rudo, Dipl.-Volkswirt und Rechtsanwalt in der Kanzlei Brinkmann.Weinkauf Hannover, und Florian Bernschneider, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverband Braunschweig.

Anlage:
Kennzahlen der Kultur und Kreativwirtschaft

Definition „Kultur- und Kreativwirtschaft“:
Unternehmen, die überwiegend erwerbswirtschaftlich orientiert sind und sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und/oder medialen Verbreitung von kulturellen und kreativen Gütern und Dienstleistungen befassen (z.b. Musiker, DJs, Autoren, Filmemacher, Künstler, Architekten, Designer, usw.).

Bruttowertschöpfung: 100,5 Milliarden Euro; das entspricht 3% des Bruttoinlandsprodukt
(Platz 3 nach der Automobilindustrie mit 166,6 Mrd.€ und Maschinenbau mit 107,1 Mrd.€).

1,19 Millionen Erwerbstätige (Platz 1 noch vor der Automobilindustrie mit 1,11 Millionen).

Besonderheit der Kultur- und Kreativwirtschaft: Mit 21,5% (=256.000) extrem hoher Anteil an Selbstständigen.

Forderungen für Selbstständige in der Kultur- und Kreativwirtschaft:

Einkommensersatz statt Hartz4:
In Höhe des Kurzarbeitergeldes (60% bzw. 67%) des monatlichen Einkommens (Mittelwert der letzten 3 Jahre anhand der Steuerbescheide).
Fortführung der Soforthilfen für Betriebskosten mit entsprechendem Nachweis (max. 3.000€ pro Monat für Unternehmen bis 9 Mitarbeiter, max. 5.000€ pro Monat für Unternehmen mit 15 Mitarbeiter).

Die Hilfen sind auch nach dem Lockdown erforderlich, bis Veranstaltungen wieder in vollem Umfang durchgeführt werden können.

Quellen: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie/ Artikel: Kultur- und Kreativwirtschaft

 

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