Pressemitteilung zum #AlarmstufeRot Live-Stream am 19.08.2020

Pressemitteilung Alarmstufe Rot

Braunschweig, 20.08.2020

Der Live-Stream zur Rettung der Veranstaltungswirtschaft:

„Auch wenn es die letzte Veranstaltung ist, es wird professionell durchgeführt.“

Dirk Wöhler, der Präsident des Berufsverband Discjockey e.V. und Robin Kirchhoff, Eventmanager und DJ

Aus der Night of Light wurde die „Alarmstufe Rot“! Und die wird am 09.09.2020 in Berlin eine Demonstration veranstalten. Sowohl einen Fußmarsch vom Alexanderplatz, als auch eine Autodemo vom Olympischen Platz, jeweils bis zum Brandenburger Tor. Dabei soll symbolisch das „letzte Hemd“ vor dem Reichstag niedergelegt werden. Im Vorfeld dazu veranstaltet Dirk Wöhler wöchentliche Live-Talkrunden mit Vertretern aus Politik und Veranstaltungswirtschaft.

Dirk Wöhler, der Präsident des Berufsverband Discjockey e.V., hat die Demo angemeldet und in das Alarmstufe-Rot-Studio Gäste eingeladen. Direkt neben ihm saß der Eventmanager Robin Kirchhoff und zusätzlich waren weitere Gäste über Video zugeschaltet. Mit dabei der Initiator der Night of Light, Tom Koperek, der selbstständige Bühnenmeister Christophe (Murphy) Colbeau, der Vizepräsident des BDT (Bundesverband deutscher Discotheken und Tanzbetriebe) Knut Walsleben und Silvio König, Tourmanager und Technischer Leiter der Demo in Berlin.

Am Tag des Livestreams (19.08.2020) fand unter anderem eine Demo in Hannover statt. Neben Dirk Wöhler war ebenfalls Eventmanager Robin Kirchhoff vor Ort und der war überrascht: „In dem Moment als der Zug komplett stand, da hätte man wirklich eine Stecknadel fallen hören. […] Man hat wirklich gespürt, dass alle, die mitgelaufen sind, in dem vollen Bewusstsein mitgelaufen sind, sie laufen für 1200 Beschäftigte, für deren Existenzen und deren Familie, und letztlich auch für Konzerte, Festival und Clubs. Es geht um die Art wie wir leben!“ Auch für ihn ist es besonders wichtig jetzt Aufmerksamkeit zu generieren.

Ein Alarmsignal gab es vor einigen Wochen mit der Night of Light, dabei wurden in ganz Deutschland 9.000 Gebäude rot angestrahlt. Initiator davon war Tom Koperek, der an dem Livestream per Videocall teilnahm. für ihn war es „leider schön“. Denn die Aktion sollte nicht den Eindruck erwecken, dass es der Branche noch gut geht. Er sagte: „Wir haben hier die rote Laterne in der Hand. Wir sind die Ersten, die in die Krise reingegangen sind und wir werden die Letzten sein, die wieder raus kommen“.

In vielen Städten Deutschlands wurde deswegen demonstriert. So auch in Düsseldorf, dort war der selbstständige Bühnenmeister Christophe (Murphy) Colbeau dabei und hat eine positive Erfahrung gemacht. „Heute war eine Ratssitzung im Landtag und 3 Mitglieder der CDU-Fraktion haben sich aufgrund des Lärms nach ihrer Sitzung zu uns auf die Wiese begeben und wollten mit uns sprechen“.

Und genau von solchen Gesprächen muss es mehr geben, findet auch Robin Kirchhoff, der bei Dirk Wöhler als Selbstständiger drastische Worte für die aktuelle Situation findet: „wir sind zwangsweise zum Schutz anderer ins künstliche Koma versetzt, aber den überlebensnotwendigen Sauerstoff [die betrieblichen Fixkosten], den verweigert man uns. Klinisch gesehen stirbt man, rechtlich gesehen […] wird man getötet“.

Knut Walsleben ist Vizepräsident des BDT (Bundesverband deutscher Discotheken und Tanzbetriebe) und ihn ärgert es besonders, dass an öffentlich Orten, wie beispielsweise Straßenbahnen, keine Kontrollen möglich sind, welche Personen wann mit wem Kontakt haben. Bei gut organisierten Veranstaltungen wäre das möglich, aber die sind weiterhin verboten. Er betonte: „du bekommt noch nicht ein mal die Chance […] für ein Pilotprojekt. Wir zeigen Euch wie es gehen kann!“ Er fühlt sich dadurch machtlos und ohne Perspektive. Auch er fordert den Dialog mit der Politik.

Um diesen symbolisch darzustellen wird bei der Demo am 09.09 in Berlin vor dem Reichstag ein Tisch aufgestellt werden. Das sagte Silvio König, Tourmanager und Technischer Leiter der Demo in Berlin: „Der Fußmarsch startet am Alexanderplatz […] Vor dem Reichstag werden dann rote Tische zu einem großen Tisch aufgebaut und die symbolische Überhabe des „letzten Hemdes“ wird geschehen“.

Dirk Wöhler betonte, dass bereits jetzt 2 Bundestagsabgeordnete zusagt haben, bei der Demo gesprächsbereit zu sein. Zusammen mit Silvio König formulierte er im Gespräch den Satz: „Auch wenn es die letzte Veranstaltung ist, es wird professionell durchgeführt“.

Denn Dirk Wöhler sagte immer wieder, dass die Demo „mit Maske, mit Abstand und mit Vernunft“ stattfinden soll! 

Robin Kirchhoff hoff, dass der Politik deutlich gemacht werden kann, wie wichtig die Veranstaltungen auch für die Gesellschaft sind, bevor sich eine Subkultur entwickelt, die ihre eigenen, nicht professionell geplanten Veranstaltungen durchführt. Er sagte: „Wir haben eine so individuelle und diverse Gesellschaft wie nie zuvor. […] Für so eine Gesellschaft braucht man ein Zusammengehörigkeitsgefühl, damit sie funktionieren kann. […] Gemeinsame Erlebnisse auf Veranstaltungen können Vorurteile in Millisekunden pulverisieren!“

Für eine Perspektive und den Dialog mit der Politik wird es am 09.09.2020 in Berlin die Demonstration geben – alle Infos dazu gibt es auf www.alarmstuferot.org

und am kommenden Dienstag (den 25.08) wird es erneut einen Live-Stream aus dem Alarmstufe-Rot-Studio in Braunschweig mit Dirk Wöhler geben.

 

Weitere Informationen gibt es online auf www.bvd-ev.de/corona

Den 1. #AlarmstufeRot Live-Stream auf YouTube anschauen: https://youtu.be/8i_8QYu62Pg